Musik bestimmt(e) den größten Teil meines Lebens.

Schon als Kleinkind konnte ich mich, wahrscheinlich sehr zum Leidwesen meiner Umwelt stundenlang mit einer Mundharmonika beschäftigen.

Musikalisch bin ich für alles offen. Außer der sogenannten WDR4- und Ballermann-Mucke.

Mit 12 Jahren wurde mein Interesse für Musik ernsthafter. Ich lernte klassische Musik mit Waldhorn und Trompete. Mit 15 allerdings brach dann für meine Eltern eine kleine Welt zusammen. Der talentierte Klassikmusiker hängte alles an den Nagel was mit Klassik zu tun hatte, und stieg auf die E-Gitarre und E-Bass um. Mein Interesse lag nunmehr bei Blues und Rock. Ich kaufte mir meine ersten LP´s. Das weiße Doppelalbum von Jimmy Hendrix und Deep-Purple in Rock. Von NIX ´ne Ahnung wurde die erste Schülerband gegründet.

Über die Jahre folgten unzählige weitere. Mit 25 fehlte in einer dieser Bands ein Schlagzeuger, also sattelte ich um. Nebenher spielte ich akustische Gitarre (Student für Europa - rauf und runter) für die diversen Jugendgruppen meines Arbeitgebers.

Mit 31 wechselte ich den Arbeitgeber und hatte plötzlich meinen Traumjob. Kaufmännischer Angestellter in einem Musikalienhandel. - Was für Möglichkeiten. Darüber hinaus wurde ich überredet einem Jugend- und Kirchenchor beizutreten. Wiederum sattelte ich musikalisch um.

Irgendwann hatte ich Django Reinhardt LP´s gehört. Dass ich nie Solo spielen könnte war mir klar, - aber Rhythmus-Gitarre - dass musste doch irgendwie zu schaffen sein. Ich saß ja an der Quelle, also besorgte ich mir Songbooks über Django Reinhardt. Die ersten Versuche ließen mich schier verzweifeln. In diesem Musikgeschäft hatte ich hin und wieder auch die Möglichkeit zu üben.

Irgendwann kam mal ein junger Mann, den ich aus dem Chor kannte im Geschäft vorbei und fragte mich was das denn für eine Musik sei, die ich da spielte. Ich zeigte ihm die Noten, er sagte nur "ist ja interessant, ich komme gleich wieder." Wenige Minuten später stand er mit einer Geige im Laden und spielte die ersten Grappelli-Soli vom Blatt. Er sagte: "Klingt ja klasse sollen wir das bei Gelegenheit mal öfter machen? Wir einigten uns auf einen Probentermin er brachte eine Flötistin mit, und wieder war eine neue Band geboren.

Das Dumortier Ensemble. Die Combo wurde im Laufe der Zeit immer besser und war zum Schluss ziemlich erfolgreich. Irgendwann war auch diese Ära beendet, obwohl sie offiziell nie beendet wurde. Jeder ging seiner beruflich Entwicklung nach. Zumindest 3 meiner damaligen Mitmusiker sind heute noch als Musiker aktiv. - Volker Wendland - Ralf Zeranski - Willi Zimny.

13 Jahre hatte ich dann außer der Chormusik keine weitere Musik gemacht. Bis eines Abends - ahnungslos kam ich am 30. Oktober 2005 von der Arbeit und wurde vor unserem Haus (in dem wir noch nicht lange wohnten) mit großem Hallo empfangen. Die Nachbarn hatten sich spontan zu einer Halloween-Party zusammen getan. Einige Nachbarn lernte ich näher kennen, vor allem den bis dahin mir nicht näher bekannten Berufsmusiker. Einige Stunden und einige Biere später war es dann soweit. Ich holte zwei meiner Gitarren, wir machten zusammen Musik - und der Virus brach bei mir wieder aus.

PS. Insgesamt ist meine Familie doch schon sehr mit der Musik verwurzelt. Außer mir singen meine beiden Schwestern in Chören, alle meine Neffen machen Musik der unterschiedlichsten Stilrichtungen.

Juli 2018

Das war der Stand bis ca. 2008 und ich bekam eine Menge gesundheitlicher Probleme. Doch über die Entwicklung bis 2018 später mehr.